Die Initiative Stadtraum Leipzig rettet alten Wohnraum und sorgt für bezahlbare Mieten in der beliebten Karl-Heine-Straße.
Neues Wohnprojekt in Leipzig startet erfolgreich
In Leipzig begann im März 2023 das Bauprojekt Stadtraum Leipzig. Ziel ist die Sanierung von 50 alten Wohnungen im Stadtteil Plagwitz. Die Initiative Stadtraum Leipzig ist eine soziale Wohnungsbaugenossenschaft, die leerstehende Häuser rettet. Viele Gebäude waren seit 1990 nicht mehr modernisiert worden, was den Wohnraum lange unbewohnbar machte.
Die Sanierung führt direkt zu niedrigeren Heizkosten für die neuen Bewohner. Durch den Einbau moderner Fenster und eine gute Isolierung sinkt der Energieverbrauch um 40 Prozent im Vergleich zum alten Zustand. Das Projekt startete mit einer Investition von 5 Millionen Euro und erhielt finanzielle Unterstützung durch die Stadtverwaltung Leipzig.
Maria Schmidt, die Projektleiterin, betont die Bedeutung des sozialen Aspekts. Nach den Regeln der Genossenschaft sind 30 Prozent der Wohnungen ausschließlich für Studierende reserviert. Im Juni 2024 zogen die ersten Familien und Paare in die renovierten Gebäude in der bekannten Karl-Heine-Straße ein.
Die Mehrheit der neuen Bewohner kommt aus dem näheren Umkreis von Leipzig. Ein Bericht vom Juli 2024 zeigt, dass 45 von 50 Wohnungen bereits fest vermietet sind. Die durchschnittliche Miete beträgt dabei 12 Euro pro Quadratmeter, was deutlich unter dem aktuellen Marktdurchschnitt in der ganzen Stadt liegt.
Das erfolgreiche Konzept verbessert die allgemeine Wohnsituation für junge Familien in ganz Sachsen. Für das Jahr 2025 plant das Team um Maria Schmidt eine Ausweitung des Modells auf Berlin. Diese neue Initiative soll dann weiteren 200 Menschen bezahlbaren Wohnraum bieten und das städtische Leben nachhaltig verändern.

